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Schon zu Beginn der Planung war der PKG Pensionskasse Luzern ein wichtiges Anliegen, dass neben dem Erreichen des Minergie-Standards die Überbauung keine fossilen Brennstoffe zur Energieerzeugung benötigt. Deshalb beziehen die sechs Mehrfamilienhäuser ihre Heizwärme aus einer bis jetzt wenig genutzten und wenig bekannten Wärmequelle – dem gereinigten Abwasser der in der Nähe liegenden Kläranlage. Das wirtschaftlich und ökologisch sinnvolle Projekt wird von der Baudirektion des Kantons Zürich und dem Amt für Abfall, Wasser, Energie und Luft (AWEL) mit einem Fördermittelbeitrag unterstützt.
Das gereinigte Abwasser der ARA hat je nach Jahreszeit eine Temperatur zwischen ca. 10 bis 24°C. Normalerweise wird dieses Wasser in den in der Nähe fliessenden Haselbach eingeleitet. Dieses unnatürlich warme Abwasser ist für die Bäche und deren Fauna eine Belastung.
Nicht so in Knonau. Durch eine Fernleitung wird ein Teil des gereinigten Abwassers von der Kläranlage zu den zwei Wärmepumpen in der Technikzentrale im Untergeschoss der Wohnüberbauung gepumpt. Über Platten-Wärmetauscher wird dem Abwasser die benötigte Wärmeenergie entzogen und den Wärmepumpen zugeführt. Das nun um 3°C bis 4°C abgekühlte Abwasser fliesst zurück in die Kläranlage und anschliessend in den Haselbach. In den Wärmepumpen wird die gewonnene Energie dem Heizwasser zugeführt. Das Brauchwarmwasser (Temp. 55 bis 60°C) wird ganzjährig mit diesem Heizwasser aufbereitet. Während der Heizperiode wird auch die Bodenheizung (Temp. 30 bis 40°C) mit diesem Heizwasser betrieben.
Die leichte Abkühlung des Abwassers hat einen weiteren positiven Umwelteffekt. Die Fische und weitere Bewohner des Haselbachs vertragen das leicht abgekühlte Abwasser besser.
Energieeinsparung im Vergleich mit einer Ölheizung ca. 300'000 kWh/Jahr
Entspricht ca. 29'700 ltr. Öl / Jahr